Pferdegedichte
~~ Laß mich dich lehren.
Wenn du gestreßt bist, laß mich dich relaxen.
Wenn du jähzornig bist, laß mich dich beruhigen.
Wenn du nichts mehr siehst, laß mich dich sehen lassen.
Wenn du leichtsinnig bist, laß mich dich lehren nachzudenken.
Wenn du traurig bist, laß mich dich erheitern.
Wenn du überheblich bist, laß mich dich Respekt lehren.
Wenn du dich vor dir versteckt, laß mich dich lehren, größer zu werden.
Wenn du arrogant bist, laß mich dich Demut lehren.
Wenn du einsam bist, laß mich dich dein Freund sein.
Wenn du müde bist, laß mich die Last tragen.
Wenn du lernen willst, laß mich dich lehren.
Denn ich bin dein Pferd.~~
Du bist das Flügelpaar
meiner Seele,
das mich trägt
über die Mauern des
Alltags
und die Gräben
der Angst.
Du lässt mich nach
der Sonne greifen,
im flüchtigen Galopp
verfängt sich Sternstaub
in deiner Mähne
und wir holen die
Freiheit ein.
Ach!
Nehmt mir niemals
meine Flügel!
Als Gott das Pferd erschaffen hat,
sprach er zu dem herrlichen Geschöpf :
"Dich habe ich gemacht ohne gleichen.
Alle Schätze der Erde liegen zwischen
deinen Augen."
Auch ein Pferd hat ein recht, wenn es müde ist, auf Rast und Ruh, wie du!
Drum zeig ihm die Treue, gönn ihm die paar Jahre, den die stehen ihm zu.
Doch wehe wenn krank ist`s geworden, weil der Mensch oft die Grenzen nicht kennt.
Dann wird es verkauft und verlassen, das Pferd, das man Freund so oft nennt.
Dann steht es zusammen getrieben, mit anderen im Markthalle Acht,
sucht vergebens ein neues Zuhause und wird dann zur Schlachtbank gebracht.
Mit Angst in den so treuen Augen, den letzten Blick voller Qual,
blickt suchend nach dir in die Runde und wiehert dir zum letzten Mal!
Das mir mein Pferd das liebste sei,
sagst Du oh Mensch, sei Sünde.
Das Pferd blieb mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.
Der Weg war zu steinig, der Berg zu hoch,
die Kraft zu schwach und der Atem zu kurz.
da nahmen Dich die Engel in die Arme und sprachen
"KOMM HEIM".
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